CDU gegen geplanten Fahrradschutzstreifen in der Ortsdurchfahrt Heldenbergen

In der Stadtverordnetenversammlung vom 26.09.2019 stimmten SPD und Grüne für die Planung eines weiteren Fahrradschutzstreifens in der Ortsdurchfahrt Heldenbergen. Grund war ein Sperrvermerk für diese Investition im Haushaltsplan 2019/2020. Trotz der Gegenstimmen von CDU und FWG sind nun die Gelder von 45.000 € für diese Planung freigegeben. Zwar wird darauf hingewiesen, dass dieses Thema vor einer weiteren Planung noch einmal in einem Ausschuss behandelt werden soll, jedoch sind dennoch die finanziellen Mittel für solch einen Schutzstreifen damit freigeben. Ein Schutzstreifen, der nach Meinung der CDU von der Mehrheit der Bürger abgelehnt wird. Eine plausible Erklärung für die Markierung eines Schutzstreifens lässt sich nicht erkennen. Die Fahrbahnbreite gibt es, insbesondere in der Windecker Straße, nicht her. Für Radfahrer ist es aus Sicht der CDU einfach zu gefährlich.

Der Fahrradschutzstreifen darf nur im Bedarfsfall von Kraftfahrzeugen befahren werden. Begegnen sich nun ein Kraftfahrzeug und ein LKW, muss und darf der PKW wahrscheinlich auf den Schutzstreifen ausweichen. Hierbei könnte er eventuell den rechts neben ihn fahrenden Radfahrer schlichtweg übersehen. Mit oder ohne Schutzstreifen ist hier egal, denn der Radfahrer ist durch den Schutzstreifen nicht besonders geschützt. Ein solcher Schutzstreifen ist lediglich ein Angebot für Radfahrer, keine Pflicht. Und dieses Angebot wird augenscheinlich von Radfahrern so gut wie gar nicht angenommen. Erkenntnisse kann man auch aus dem bereits vorhandenen Schutzstreifens zwischen Händelstraße und Rathaus ziehen. Es fängt bereits damit an, ein „Nidder Forum“ mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten in der Stadtmitte zu bauen und sich dann offensichtlich darüber zu wundern, dass viel zu viel Fahrzeugverkehr im Ort herrscht. Möchte man den Verkehr raus aus der Stadt haben, so sollte man solch ein Forum auch außerhalb vom Zentrum bauen. Aber der Versuch, den Fahrzeugverkehr nun mit einem Schutzstreifen für Radfahrer zu verdrängen, damit letztere angeblich schneller vorankommen, scheitert. Kunden werden weiterhin mit dem Auto ins Forum fahren. Wenn Geld für Radfahrer sinnvoll ausgeben werden soll, dann lieber richtig. So könnte man zum Beispiel das Geld für einen richtigen Geh- und Radweg, der teilweise ja eh schon unmittelbar an der Fahrbahn als „Gehweg für Radfahrer freigegeben“ angrenzt, freigeben. Oder in eine geeignete Beleuchtung auf dem unweit entfernten Radweg zwischen Heldenbergen und Windecken investieren.

Die CDU ist deshalb weiterhin gegen solch einen Schutzstreifen in der Ortsdurchfahrt Heldenbergen.

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