Zum Spielplatz in der Höchster Straße

Der Spielplatz in der Höchster Straße im Ortsteil Eichen soll zum großen Teil der Einrichtung eines Alten- und Pflegezentrum des Main-Kinzig-Kreises weichen. Hier plant man, einen gut besuchten und viel genutzten Spielplatz, auf dem auch Wanderer und Fahrradfahrer gerne rasten, um einen sehr großen Teil zu verkleinern. Es soll ein dreigeschossiges Gebäude errichtet werden.
Eine Interessensgruppe junger Eltern, die zum Erhalt des Spielplatzes gegründet wurde, wird von der Stadt Nidderau und den politisch verantwortlichen Parteien nicht ernst genommen. Wiederholt werden Bürger nicht vor der Entscheidung in Planungen einbezogen. Auch nachdem eine Ortsbeiratssitzung zu diesem Thema stattfand und zahlreiche Eicher Bürger ihre Bedenken hinsichtlich des geplanten Vorhabens äußerten, zeigten SPD und Grüne keinen Willen, die Bürger in diese für Eichen folgenreiche Maßnahme einzubeziehen. Zurzeit ist geplant, einen erheblich kleineren Spielplatz hinter der Einrichtung bestehen zu lassen.

Ein dreigeschossiges Gebäude kann man noch aus einem weiteren Grund als bedenklich erachten. Da ein Anwohner bereits in der Vergangenheit gegen den Bau der in nächster Nähe gelegenen Nidderhalle geklagt hat und in erster Instanz Recht zugesprochen bekam, sind ähnliche Einsprüche auch für dieses Bauvorhaben zu erwarten. Die Stadt Nidderau plant fest damit, dass auch juristisch veranlasste Korrekturen durch Geld und weitere Investitionen zu heilen sind. Die Zeche dafür zahlen allerdings alle Bürger von Nidderau. Darüber hinaus auch alle alten und jungen Menschen in Eichen, die das Gelände und Gebäude dann nicht in dem dafür bestimmten Umfang nutzen könnten. Der CDU Ortsverband Eichen steht der Errichtung eines Alten- u. Pflegezentrums positiv und aufgeschlossen gegenüber, wünscht es sich sogar. Der Ortsverband kritisiert jedoch, dass keine weiteren Standorte als Alternative geprüft wurden. An der Höchster Straße würden durch den Bau mehr Probleme geschaffen als gelöst. Der Ortsverband fordert daher die Prüfung von weiteren Standorten in Eichen.
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass der Fraktionsvorsitzende der SPD Nidderau, Andreas Bär, einen Beschluss für die Errichtung ausschließlich an diesem Standort herbeigeführt hat. Nach Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten fordert er nun plötzlich die Verwaltung auf Alternativen zu prüfen. Die Verwaltung ist natürlich überrascht, dass sie prüfen soll, was ja, entsprechend dem Antrag von Herrn Bär, schon längst beschlossen ist. Das ist leider die falsche Reihenfolge.
Auf dem Bild: Ramona Fernandes, Matthias Lochner, Lucia Wörner-Böning, Klaus Knapp

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